Brennstoff-Bunkermessung auf den Combi Dock-Schiffen
Mittwoch 15. Oktober 2008 von admin
Bereits im August wurde das zweite Schiff der Combi Dock-Baureihe auf den Namen “Blue Giant” getauft. Auf der Lloyd Werft Bremerhaven wurde das Schiff für seinen zukünftigen Einsatz in der Ölfördertechnik entwickelt und gebaut. Gegenüber der “Combi Dock I” verfügt die “Blue Giant” neben einem Hubschrauberlandedeck und Unterkünften für knapp 200 Arbeiter auch über eine eigene Dekompressions- kammer sowie einen sog. „Moonpool“
Bereits im Januar zur “Combi Dock I” titelte die Cuxhavener Nachrichten:
Bremerhaven. Wo andere Schwergutschiffe einpacken müssen, fängt die „Combi Dock I” erst richtig an. „Alles, was wir nicht mehr mit den Kränen heben oder hineinrollen können, stellen wir auf eine Barge und schwimmen es ein”, erklärt Kapitän Ralph Jacobson die Besonderheit des auf der Bremerhavener Lloyd Werft fertiggestellten Dockschiffes.
Für besonders schwere und sperrige Fracht öffnet die 162,3 Meter lange und 25,4 Meter breite „Combi Dock I” ihre bis zu 700 Tonnen tragende Heckklappe und geht anschließend in die Knie. „Die Pumpen an Bord drücken pro Stunde bis zu 3000 Tonnen Wasser in die Ballasttanks, um das Schiff abzusenken”, sagt Heiko Felderhoff. Der Geschäftsführer der Bremer Reederei Harren & Partner hatte die Idee für den neuen Schiffstyp: RoRo-Frachter, Schwergut- und Dockschiff in einem. Das Absenken und das Aufrichten des Schiffes dauern jeweils etwa vier Stunden.

Treibschieberzähler / Vanemeter werden auf der Blue Giant für die Brennstoff-Übernahmemessung verwendet.
Um den 130 Meter langen, 18 Meter breiten und 9,4 Meter hohen Laderaum unter Wasser zu setzen, kann das Schiff bis zu 17400 Tonnen Ballastwasser bunkern. So kann es Lastkähne, Pontons oder Schiffe mit bis zu 4,5 Meter Tiefgang aufnehmen. Auf der Jungfernreise von Hamburg ins italienische Marina di Carrara und weiter in den Jemen gelangen dank Dock-Funktion nacheinander zwei Schwimmbagger an Bord.
Füllt die einschwimmende Fracht nicht den kompletten Laderaum aus, wird dieser zwei- oder dreigeteilt: Mit Hilfe der drei Bordkräne setzt die Mannschaft der „Combi Dock I” bei Bedarf mächtige wasserdichte Schotts. „So könnten wir eine der neuen, 90 Meter langen Marine-Korvetten der Braunschweig-Klasse und zusätzlich davor oder dahinter Trockenladung oder Schüttgut aufnehmen”, nennt Kapitän Jacobsen ein Beispiel. Die zwei größeren Kräne hieven bei 31 Meter Auslage im Tandembetrieb bis zu 700 Tonnen an Bord. Zwischen zwei Schwergut-Aufträgen kann das Dockschiff zur Abwechslung Container laden: Die Kapazität beträgt 1383 TEU. „Ich fahre schon seit 38 Jahren zur See”, sagt Jacobsen (54), „aber ein Schiff, mit dem man so viel machen kann, das gab es bisher nicht.”
Als Lieferant für die Brennstoff übernahmemessung (Bunkermessuhr) wurde Messtechnik der
Fa. H. Hermann Ehlers GmbH eingesetzt. Realisiert wurde die Bunkerübernahme- messung von Schweröl (HFO) mit einem Treibschieberzähler LBM 1000



Die Gasölmessung wurde it einem BM 400 Treibschieberzähler ausgeführt. Ein Bericht wurde hier http://www.durchfluss-technik.de/2008/08/vertrauen-ist-gut-kontrolle-ist-besser/ veröffentlicht.
MB
Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 15. Oktober 2008 um 19:33 und abgelegt unter Anwenderberichte. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

